Leben in Pegnitz Leben in Pegnitz
Jugendrat 2017-19

Jugendrat Pegnitz in der Presse

Der Nordbayerische Kurier schreibt in der Ausgabe vom 27./28.07.2019 über die Diskussion des Stadtrates über die geplante Satzungsänderung.

Neugewählter Jugendrat startet in Pegnitz durch

Silvester-Party, Jugendtreff und Bubbleball: Viele Veranstaltungen sollen junge Besucher nach Pegnitz locken - 03.11.2017 11:54 Uhr


PEGNITZ - Der neue Jugendrat der Stadt Pegnitz will in den nächsten zwei Jahren auf bewährte Veranstaltungen setzen und sich neue Events überlegen. Am wichtigsten ist den zehn Jugendlichen aber eines: sie wollen endlich Jugendräume.

Der Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab (von links) beglückwünscht den neuen Jugendrat: Nazamuddin Mohibzada, Ivan Butrey, Aaron de Palma, Sarah Matzke, Tim Hofmann, Simon Deinlein, Sanni Schmidt, Michael Ziegler und Natalie Haas. Nicht im Bild: Matthias Kürzdörfer.

Tim Hofmann ist der sprichwörtliche "alte Hase" im Jugendrat. Bereits vor zwei Jahren war er Mitglied und möchte seine Erfahrung nun nutzen und die Jugendarbeit weiter voranbringen. Zufrieden ist er mit der Skateanlage, die bei der Realschule entstehen soll. "Das ist so etwas wie ein kleiner Jugendtreff und schon mal der erste Baustein", findet er. Auf Dauer wird es aber Ausweichplätze brauchen, aber in Pegnitz gäbe es genug Leerstände, die sich dafür anbieten würden.

Er verstehe aber, dass es problematisch ist, etwas zu finden, das nah an Pegnitz aber nicht zu nah an Wohnhäusern ist. Ihm und dem Jugendrat (siehe gelber Kasten) schwebt das frühere Baywa-Gelände vor. "Dort gibt es viel Platz und wir stören keine Anwohner", findet er. Die Ideen der Jugendlichen liegen seit dem Jugendforum im Sommer beim Stadtrat. Der solle sich die Überlegungen der Jugend anschauen.

Wenn Themen, die Jugendliche betreffen, auf der Tagesordnung des Stadtrates stehen, wollen Hofmann und seine Mitstreiter die Sitzungen besuchen, sofern es zeitlich klappt. Im Gegenzug würden sie sich freuen, wenn aus dem großen Gremium Vertreter zu den Jugendratssitzungen kommen. "Wir haben nichts zu verbergen und die Sitzungstermine hängen im Rathaus aus, da kann jeder kommen", findet er. Aber auch auf Facebook und in der Tageszeitung wolle er künftig Termine und Veranstaltungen bekannt geben.

Generell wollen Hofmann und der Jugendrat bekannter werden und noch mehr Jugendliche in ihre Arbeit einbeziehen. "Wir wollen präsent sein, damit die Jugendlichen sehen, dass wir da sind und etwas erreichen wollen."

Als neue Veranstaltung hat der neue Jugendrat unter anderem eine Silvesterparty im Blick. Die Christian-Sammet-Halle oder die Wiesweiherhalle würden sich ihrer Meinung nach dafür anbieten. Allerdings steckt die Idee noch in den Kinderschuhen, Details gibt es noch keine. Um nichts zu überstürzen, soll die Party erst für den Jahreswechsel 2018/19 angepeilt werden.

Kleinere Feiern und Treffen sollen außerdem organisiert werden. Dazu setzt der Jugendrat auf Kontakte, die er in den vergangenen Jahren geknüpft hat. Unter anderem sei die Zusammenarbeit mit dem Technischen Hilfswerk und dem Waldstockverein gut. Auf diese Kontakte möchte Tim Hofmann auch in der nächsten Amtsperiode setzen und sie weiter ausbauen.

In die bisherige Arbeit haben er und der zweite erfahrene Jugendrat Simon Deinlein die Neulinge bei einer ersten Sitzung eingeführt. "Wir haben ihnen zum Beispiel erklärt, dass wir jährlich 1000 Euro zur Verfügung haben, aber nichts sparen können." Bei dem Treffen habe es auch schon neue Ideen gegeben, die in die alte Arbeit eingeflossen sind.

Was auch neu sein könnte, ist das Mitwirken des Jugendrats am Volkstrauertag Mitte November. Die Anregung dafür kam von Bürgermeister Uwe Raab (SPD). Da die Idee bei den Jugendlichen gut ankam, sollen die abschließenden Gespräche in den nächsten Tagen geführt werden.

Neben all den neuen Veranstaltungen setzt das Jugend-Gremium aber auch auf Bewährtes: so soll es in diesem Jahr die Wasserschlacht im Cabriosol mit erweiterten Stationen geben. Und für 2018 laufen die Planungen für das Lebendkicker-Turnier und die Bubbleball-Veranstaltung. Es gibt also viel zu tun für den neuen Jugendrat. 

KERSTIN GOETZKE, Nordbayerische Nachrichten

Quelle: https://www.nordbayern.de/region/pegnitz/neugewahlter-jugendrat-startet-in-pegnitz-durch-1.6827099

   

Jugendrat zieht positive Bilanz

Von Kerstin Goetzke, 20.06.2017 - 17:42 Uhr

Eine Wasserschlacht im Cabriosol war eine der Veranstaltungen, die der Pegnitzer Jugendrat im vergangenen Jahr organisiert hat.                Foto: Archiv/Klaus Trenz

Der Jugendrat ist in den vergangenen zwei Jahren bekannter geworden, findet Franziska Herzing, die am Ende ihrer Amtszeit als Vorsitzende Bilanz zieht. Zufrieden zeigt sie sich mit den Veranstaltungen, die der Jugendrat organisiert hat: ein Lebendkicker-Turnier, eine Wasserschlacht im Cabriosol, ein Public Viewing und ein Bubble-Ball-Event.

„Ohne den Jugendpfleger Wolfgang Kauper hätte das so nicht geklappt“, ist die 17-Jährige sicher. An Gregori 2016 hat der Jugendrat gegrillt und die Fruchtbar des Kreisjugendrings bewirtet. Dafür haben die Jugendlichen sogar eine Schulung besucht. Kauper war „der erwachsende Ansprechpartner“ für die Jugendlichen und hat ihnen die entsprechenden Tipps gegeben, wenn sie Fragen hatten, wie eine Veranstaltung umzusetzen ist.

Prüfungsvorbereitungen

„Er hat uns motiviert und uns gezeigt, wie wir eine Sache angehen können“, berichtet Herzing. Sie findet es gut, dass der Jugendpfleger Verständnis für seine Schützlinge hatte, als diese in den Prüfungsvorbereitungen für den Quali und die mittlere Reife steckten. Sie konnten sich für ein paar Wochen zum Lernen zurückziehen und Kauper hat sich vorübergehend um Organisatorisches gekümmert.

Über Whatsapp Sitzungstermine vereinbart

Generell hat sich der Jugendrat über eine interne Whatsapp-Gruppe organisiert und Sitzungstermine ausgemacht. Dementsprechend war das Gremium auch immer vollzählig, außer wenn jemand krank wurde. Bekannt gemacht wurden die Sitzungstermine auch über das Schwarze Brett im Rathaus. „Ich gebe zu, wir hätten für die Sitzungen mehr Werbung machen sollen, zum Beispiel über Facebook“, so Herzing weiter. Es kamen nämlich keine Zuhörer – weder aus der Jugend noch aus dem Stadtrat. Über das soziale Netzwerk hat der Rat aber immerhin seine Veranstaltungen beworben.

Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau

Facebook funktioniere laut Herzing besser als Handzettel, weil Veranstaltungen im Internet geteilt, also quasi weitergegeben werden können und für immer mehr Leute sichtbar werden. „Es ist cool, wenn jeder einen Beitrag teilt“, meint die scheidende Vorsitzende, die derzeit eine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau macht. Lernen, Gruppenstunden und weitere Verpflichtungen haben es den jungen Räten nicht möglich gemacht, an Sitzungen des Stadtrates teilzunehmen, auch wenn Jugendthemen auf der Tagesordnung standen.

Amtszeit endet mit den Sommerferien

Sie wären schon gerne hingegangen, aber zeitlich habe es leider nicht geklappt, erklärt Herzing. Die Amtszeit von Franziska Herzing und den anderen acht Jugendräten endet mit den Sommerferien. Im Juni wird das neue Gremium gewählt (siehe unten). Die scheidende Chefin würde aber gerne weitermachen. „Schade, dass die Zeit vorbei ist. Ich habe das Gefühl, dass Pegnitz was vom Jugendrat spürt. Wir sind eine tolle Truppe“, findet sie. Den gesteigerten Bekanntheitsgrad führt sie auch auf den Jugendpfleger zurück.

Leiterin der KLJB-Ortsgruppe Büchenbach

Er hat das jugendliche Gremium in verschiedenen Gruppen und Kreisen beworben – zusätzlich zu den Gruppen, in denen die amtierenden Jugendräte aktiv sind. Herzing leitet zum Beispiel die KLJB-Ortsgruppe Büchenbach, Schriftführerin Celine Rasch ist in der katholischen Jugend aktiv. Außerdem würde die Vorsitzende gerne beim Thema Jugendräume weiter mitsprechen. Sie hofft, dass diese bald umgesetzt werden, versteht aber auch, dass die Stadt in diesem Zusammenhang vieles klären muss.

Zusammengehörigkeitsgefühl

„Vielleicht schafft der neue Jugendrat es ja, die Räume durchzusetzen“, sagt sie. Denn sie wünscht sich, dass die Jugend wieder mehr in der Öffentlichkeit sichtbar wird. Die Gemeinschaft soll nicht einschlafen und dafür wären die Jugendräume gut. Ihrer Meinung nach ist das Zusammengehörigkeitsgefühl mit dem Wegfall der Jugendräume in den vergangenen drei, vier Jahren zurückgegangen. Das solle sich wieder ändern, vielleicht schon in der nächsten Wahlperiode.

Quelle: https://www.kurier.de/inhalt.jugendrat-zieht-positive-bilanz.46068428-48a7-4ca6-9c11-86dfd66f86e3.html